2000 NEPAL
3 Wochen im Everest-Gokyo-Gebiet. Wir verbrachten 11 Tage über 4000 m Höhe, höchstes Zeltlager 4750 m
(3Nächte), tiefste Temperatur im Zelt: minus 10 Grad C.
Route: Lukla - Namche - Thame - Tengpo - Namche - Tengpoche - Tawoche - Konar - Nah - Gokyo -
Cho oyu Base Camp - Namche - Lukla
Tagebucheintragung: Dienstag, 7.11.
Besteigung des Gokyo Peak 5360m: Hatte eine schöne Nacht im Zelt (4750m) obwohl es in der Früh
minus 10 Grad C hatte. Das Frühstück schmeckte auch in dieser Höhe sehr gut, ich aß reichlich und
wusste - es wird mein Tag. Zuerst am See vorbei, dann der Aufstieg. Technisch eher leicht zu
marschieren aber auf Grund der Höhe hatte ich schon Respekt vor dem Gipfel. Am Anfang ging ich daher
sehr langsam und einige überholten mich. Aber ich machte nur sehr kurze Pausen und war toll in Form
und so kam ich mit den Schnellsten unserer Gruppe am Gipfel an. Unbeschreibliches Glücksgefühl,
klare tolle Weitsicht, einige Achttausender auch Mr. Everest war nicht weit weg.
Wir blieben ca, 1 Std. am Gipfel, den auch Helmut aus unserer Gruppe mit 67 Jahren schaffte, das
freute mich besonders. Beim Abstieg bin ich allein gegangen. Der Wind sang in meinen Ohren, der See
am Fuß des Berges leuchtete türkisklar zu mir rauf und ich marschierte überglücklich ins Zeltlager
zurück. Die Überraschung: unser Koch wartete mit Nudelsuppe und Pommes auf uns.
Es war eine tolle Zeit und ich war physisch und psychisch in einer TOP-Form. Ich erinnere mich auch
gerne an unseren Reiseleiter Alois und bin gleichzeitig sehr traurig, denn er ist mit einer
Reisegruppe 2002 im Landeanflug auf Pokhara/Nepal mit dem Flugzeug abgestürzt. Es gab keine
Überlebenden.