Nach 3 Tagen auf Feuerland, wo wir im Tal Tierra Mayor und im Nationalpark Terra del Fuego wanderten
(teilweise im Schnee, über Hochmoore und Schwingrasen - alles recht schlammig) begann unser Trekking
im Gebiet des Fitz Roy und Cerro Torre. Hier lernten wir das Patagonienwetter kennen, Stürme bis 100
km/h mit Schnee und Regen und gleich darauf wieder Sonnenschein.
Fitz Roy und Cerro Torre Gebiet
Tagebucheintragung: Sonntag, 16.11.
VIEDMA-GLETSCHER: Ich war erstmals auf Steigeisen unterwegs. Für mich ein weiterer Höhepunkt der
Reise. Gehen auf Steigeisen war kein Problem. Es gab einen leicht auf- und absteigenden Teil und
dann einen gewaltigen zerklüfteten Teil - eine eisige Urlandschaft. Riesige tiefe Spalten und
aufgetürmte Eisberge, es war auch möglich in einige Spalten zu steigen - ein leichtes Knarren und
Krachen begleitete uns. Wir sahen ein wunderbares Farbspiel weiß - blau. Ein intensives, schwer
beschreibbares Blau leuchtete uns aus vielen Spalten entgegen. Wir gingen auch durch einen
Eistunnel - Wasser tropfte hinunter, eine tolle Stimmung.
Alles geht einmal zu Ende. Am späten Nachmittag gab es einen Kaffeelikör on the rocks
mit 1000-jährigem Gletschereis, das unsere Bergführer mit dem Pickel herausschlugen.
Chiele, Torres del Paine
In Chile wanderten wir im Gebiet der Torres del Paine und der Aufstieg bis zum Fuß der Türme war eine
weiterer Höhepunkt. Auch Wanderungen beim Lago Grey mit traumhaften Aussichten bleiben unvergessen.